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Neue Klonmethode mit induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC)
25.08.2009 / China, USA 
[85]
D Drei Studien, die im Juli und August dieses Jahres mit induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC) vorgelegt wurden, sind ethisch brisant, denn die Technik könnte auch beim Menschen angewandt werden. Es handelt sich um eine neue Klonmethode, die ohne Eizellen auskommt, sondern nur auf induzierte pluripotente Stammzellen und teraploide Embryonen zurückgreifen muss. Bei allen drei Studien gelang es mit iPSC lebende Mäuse zu klonen.
 
Vatikan veröffentlicht neues Dokument über aktuelle Fragen der Bioethik: «Dignitas personae»
12.12.2008 / Vatikan 
[84]
Der Vatikan behandelt im heute veröffentlichten neuen Dokument "Dignitas personae" aktuelle Fragen der Bioethik. Die Instruktion der Glaubenskongregation stellt sich den neuen Fragen und Problemen, die seit der Veröffentlichung von "Donum vitae" (1987) und der Enzyklika "Evangelium vitae" (1995) aufgetreten sind. Die Schweizer Bischöfe begrüssen das Schreiben "Die Würde der Person" und bezeichnen es als umfassendes «Ja» zur Würde jedes Menschen. Die neuen Entwicklungen und Fragestellungen der Embryonen- und Stammzellforschung und des Klonens werden im neuen Dokument ausführlich behandelt.
 
Neue Experimente: «Therapeutisches» Klonen mit Mäusen
25.03.2008 / New York 
[83]
Nach einer Meldung des New Scientist hat ein Forscherteam des "Sloan-Kettering Institute" in New York Mäuse so behandelt, dass sie den Neurotransmitter Dopamin nicht mehr produzieren konnten. Danach wurde den betreffenden Mäusen Hautzellen entnommen und deren Zellkerne in entkernte Mauseizellen transferiert. Sechs Mäuse wurden mit Zellen aus den erzeugten embryonalen Stammzelllinien behandelt. Nach den Aussagen der Forscher wiesen die behandelten Mäuse eine signifikante Verbesserung in ihrer Motorik auf.
 
BRD: Wer Stichtagsverschiebung vom 1.1.2002 auf 1.5.2007 befürwortet, billigt im Nachhinein die Tötung von über 450 Embryonen
22.01.2008 / BRD 
[82]
Wer eine Verschiebung der Stichtagsregelung zur Verwendung embryonaler Stammzelllinien vom 1.1.2002 auf 1.5.2007 befürwortet, billigt mit diesemEntscheid im Nachhinein implizit die Vernichtung von mindestens 450 Embryonen. Dabei ist zu beachten, dass es sich um eine Mindestzahl handelt, denn es gibt durchaus wissenschaftliche Publikationen, die nicht angeben, wieviele Embryonen für die Gewinnung der embryonalen Stammzelllinien ihr Leben lassen mussten.
 
Menschenklon aus Hautzelle — Was ist eigentlich ein Durchbruch?
18.01.2008 / Kalifornien, USA 
[81]
Und schon triumphieren und feiern sie wieder, die Anhänger des sogenannten therapeutischen Klonens und der Forschung mit embryonalen Stammzellen. Es sei ein Durchbruch erzielt worden, weil mittels Nukleustransfer aus einer Hautzelle eines Mannes und einer entkernten Eizelle geklonte Embryonen bis ins Blastozyststadium entwickelt werden konnten. Im April 2007 wurde die Studie bei der Fachzeitschrift "Stem Cells" eingereicht, am 7. Januar 2008 definitiv akzeptiert. Hätten die Forscher in der Zwischenzeit embryonale Stammzellen aus den geklonten Embryonen entwickelt, hätten sie das garantiert in der Publikation geschrieben. Von Durchbruch kann keine Rede sein.
 
Abgestandene Luft neu aufgeheizt: Stammzellen ohne Embryonenvernichtung
14.01.2008 / Worcester, USA 
[80]
Forscher der Firmen Advanced Cell Technology und StemLifeLine behaupten in einer Publikation in der Fachzeitschrift (Cell Stem Cell) erneut, sie könnten embryonale Stammzelllinien erzeugen, ohne menschliche Embryonen vernichten zu müssen. Einmal mehr stellt sich dies als heisse Luft heraus. Schon 2006 behaupteten sie in „Nature“ das gleiche, mussten aber nach heftiger Kritik ihre Resultate sehr relativieren. Die Sorge der Forscher gilt mehr den Aktienkursen ihrer Firmen als den Embryonen, die nach wie vor - auch mit der neuen Methode - nicht ihrer innewohnenden Würde entsprechend behandelt werden.
 
Stammzellen aus reprogrammierten menschlichen Hautzellen machen Stammzellen aus Embryonen überflüssig
20.11.2007 / Japan/USA 
[79]
Zwei voneinander unabhängige Forschergruppen aus Japan und den USA berichten in den Fachjournalen Cell und Science, ihnen sei die Produktion von Stammzellen aus menschlichen Hautzellen gelungen. In diese Zellen wurden mittels Retrovieren vier Transkriptionsfaktoren in deren Genom eingefügt. Die entstandenen Zellen (iPSC, induced pluripotent stem cells) verhalten sich wie embryonale Zellen. Der Vorteil der neuen Methode ist bestechend. Es werden weder Eizellen, wie für das Klonen, noch Embryonen für die Gewinnung von Stammzellen getötet. Die iPS-Zellen könnten von Patienten hergestellt werden, was womöglich keine Immunabwehr bei der Rücktransplantation auslösen würde.
 
Es lohnt sich nicht! Wilmut gibt das «therapeutische» Klonen auf
19.11.2007 / Grossbritannien/Edinburgh 
[78]
Ian Wilmut, der massgebend beim Klonen des Schafes Dolly beteiligt war, gibt das sogenannte therapeutische Klonen des Menschen auf. Der Forscher vom Roslin-Institut im schottischen Edinburgh verzichtet nun auf die Lizenz zum Klonen und Töten menschlicher Embryonen zum Zweck der Stammzellengewinnung. Es sind nicht ethische Gründe, die ihn zu diesem Schritt bewegen, wie man sich das wünschen würde, sondern Wilmut will schlicht und einfach in jene Richtung forschen, die am ehesten einen Erfolg verspricht. Die Methode des Japaners Shinya Yamanaka, der an der Universität von Kyoto Stammzellen aus Teilen von Mäusehaut gewonnen habe, werde leichter von der Gesellschaft akzeptiert, sagte Wilmut gegenüber dem "Daily Telegraph". Zudem sei es "extrem aufregend und erstaunlich". Die neuesten Ergebnisse mit geklonten Rhesusaffenembryos haben ihn offenbar zu diesem Schritt bestärkt.
 
Stammzellen aus geklonten Embryos eines zehnjährigen Rhesusaffen
15.11.2007 / USA/Oregon 
[76]

The Independent berichtet in der Online-Ausgabe vom 12. November, dass ein Team am Oregon National Primate Research Centre von einem zehnjährigen Rhesusaffen Embryos geklont, aus denen sich embryonale Stammzellen entwickeln liessen. Die wissenschaftlichen Details sind im Journal Nature als Advance Online Publication seit dem 14. November zugänglich. 

 
Tierklonexperte half Menschenkloner - naiv oder verantwortungslos?
15.11.2007 / BRD 
[77]
In einam Artikel des Tages-Anzeigers vom 3.11.2007 erklärte Prof. Eckhard Wolf, er habe von den Versuchen des Klonforschers Karl Illmensee, Menschen reproduktiv zu klonen, nichts gewusst. Recherchen ergaben, dass er schon 2001 gewusst haben muss, dass er sich im Umkreis der Klonärzte Antinori und Zavos bewegte. War es naiv oder verantwortunglos, als er den Biologen Illmensee ein oder zwei Tage und dann sogar eine ganze Woche in sein Labor einlud, das dem Klonen von Tieren gewidmet ist. Jedenfalls ist die geradezu provokative Untätigkeit der Österreichischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und der European Society for Human Reproduction & Embryology gegenüber dem Klonforscher Illmensee wohl auch ein Grund, dass dieser unbehelligt im rechtsfreien Raum seine ethisch verwerflichen Klonversuche am Menschen durchführte und zudem die beteiligten Frauen einem unabschätzbaren Risiko aussetzte. Die Politik sollte Druck machen und den Forschern in den Gesellschaften für Reproduktionsmedizin gewisse Forschungsgelder streichen lassen, bis sie sich endlich bemühen, gegen Klonforscher wie Illmensee vorzugehen.
 

Datensätze 1 bis 10 von 81 Vor Letzter

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