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Robert Edwards: Ein skrupelloser Forscher erhält den Nobelpreis für Medizin

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11.10.2010 / Stockholm
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Das Nobel-Komitee in Stockholm hat am 5. Oktober bekannt gegeben, dass der diesjährige Nobelpreis an den Retortenbabypionier Robert Edwards vergeben wird. Wie der Autobiographie "A Matter of Life" von Robert Edwards und Patrick Steptoe zu entnehmen ist, basierte die erstmals erfolgreiche In-vitro-Fertilisation auf unzähligen ethisch absolut verwerflichen Versuchen. Dazu gehört z.B. der Transfer von menschlichen Ei- und Samenzellen in den Reproduktionstrakt von Kaninchen und Rhesusaffen, um eine Befruchtung zu erzielen. Derartige Versuche sind seit Jahren in den zivilisierten Ländern gesetzlich verboten. Der hohe Preis, der mit solchen Forschungsmethoden bezahlt werden musste, wird durch diese Auszeichnung unter den Tisch gewischt. Es scheint, dass das Nobel-Komitee mit seinen Entscheiden auch bereit ist, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Die Lebensschutzorganisation HLI-Schweiz protestierte umgehend gegen die Verleihung des Nobelpreises an Robert Edwards. Man hätte die 1.4 Millionen SFr. besser unfruchtbaren Paaren gespendet, welche nach erfolgloser IVF von der Reproduktionsmedizin im Stich gelassen wurden, heisst es auf der Webseite.
Das Nobel-Komitee erklärt, die Erfolge von Robert Edwards hätten die Behandlung der Unfruchtbarkeit möglich gemacht. Auch wenn inzwischen mehrere Millionen Menschen via IVF gezeugt wurden, bleibt an der Technik der Makel der früheren absolut verwerflichen Experimente haften. Zudem sind die ethischen Probleme der heutigen Reproduktionsmedizin zu erwähnen. Denn man darf nicht vergessen, welche Auswüchse wir heute der IVF zu verdanken haben:

- Embryonenforschung, Klonversuche
- Präimplantationsdiagnostik (PID)
- Ei-, Samen- und Embryonenspende
- Leihmutterschaft
- Zeugung von Kindern aus dem Samen Verstorbener

Zu bedenken ist auch, dass mit der IVF die Fortpflanzung definitiv von der gegenseitigen sexuellen Hingabe der Ehepartner abgekoppelt worden ist. Die Vergabe des Nobel-Preises an Robert Edwards ist leider eine Aufmunterung an weitere skrupellose Forscher, wie Karl Illmensee oder Panayotis Zavos, welche geklonte menschliche Embryonen in die Gebärmutter transferiert haben. Die Lebensschutzorganisation HLI-Schweiz fordert das Nobel-Komitee auf, die Vergabe des Nobelpreises an Robert Edwards umgehend zurückzuziehen.

Quelle/Links:
Geschichte der Retortenzeugung - die Moral der Retortenpioniere Robert Edwards und Patrick Steptoe: http://www.human-life.ch/news/fmf/argument.htm

Ein fragwürdiger Nobelpreis oder ein handfester Skandal?  Kathnet-Artikel von A. Schwibach zum Thema: http://www.kath.net/detail.php?id=28391
Kategorie: In-vitro-Fertilisation (IVF)

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