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Vatikan veröffentlicht neues Dokument über aktuelle Fragen der Bioethik: «Dignitas personae»

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12.12.2008 / Vatikan
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Der Vatikan behandelt im heute veröffentlichten neuen Dokument "Dignitas personae" aktuelle Fragen der Bioethik. Die Instruktion der Glaubenskongregation stellt sich den neuen Fragen und Problemen, die seit der Veröffentlichung von "Donum vitae" (1987) und der Enzyklika "Evangelium vitae" (1995) aufgetreten sind. Die Schweizer Bischöfe begrüssen das Schreiben "Die Würde der Person" und bezeichnen es als umfassendes «Ja» zur Würde jedes Menschen. Die neuen Entwicklungen und Fragestellungen der Embryonen- und Stammzellforschung und des Klonens werden im neuen Dokument ausführlich behandelt.

Die Schweizer Bischofskonferenz unterstreicht, dass darin das Grundprinzip der katholischen Haltung deutlich gemacht wird: ein umfassendes «Ja» zur Würde jedes Menschen. Jedem Menschen ist von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod die Würde einer Person (Dignitas personae) zuzuerkennen. Das Dokument behandelt Fragen, die heute die Gesellschaft intensiv beschäftigen: Behandlung der Unfruchtbarkeit, In-vitro-Befruchtung, Präimplantationsdiagnostik, Embryonenforschung (inkl. Forschung mit embryonalen Stammzellen), Klonen und Gentherapie. Es geht von zwei Grundprinzipien aus: «Würde der Person von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod» und «Ursprung des menschlichen Lebens in Ehe und Familie, gezeugt durch den Akt der gegenseitigen Liebe von Mann und Frau».

Wie der Medienmitteilung der Schweizer Bischofskonferenz zu entnehmen ist, kommt dem mit Zustimmung von Papst Benedikt XVI. publizierten Dokument in der Schweiz eine besonderer aktuelle Bedeutung zu. In Diskussion sei das neu zu schaffende Bundesgesetz über die Forschung am Menschen. Von verschiedenen Seiten werde die Abschaffung des bestehenden Verbots der Präimplantationsdiagnostik (PID) ins Auge gefasst. Das Schreiben zeige auf, dass in verschiedenen Bereichen der Fortpflanzungsmedizin die jedem Menschen innewohnende Würde klar missachtet werde durch die Verzweckung und allenfalls Zerstörung von Embryonen, wie dies namentlich bei der PID geschieht. Klar befürwortet wird die Forschung mit adulten Stammzellen, sofern deren Entnahme dem betreffenden Menschen keinen Schaden zufügt.

Die neuen Entwicklungen und Fragestellungen der Embryonen- und Stammzellforschung und des Klonens werden im neuen Dokument ausführlich behandelt. Die entsprechenden Aussagen werden hier demnächst ausführlicher vorgestellt und diskutiert.


Quelle/Links:

Instruktion der Kongregation für die Glaubenslehre 'Dignitas Personae' über einige Fragen der Bioethik. Vatikan 12. Dez. 2008.

Ein ausgezeichneter Kommentar von Prof. Manfred Spieker in der Tagespost vom 13. Dezember 2008: Biomedizin im Dienst des Menschen und des Rechtsstaates.

Zusammenstellung kirchlicher Dokumente zum Themen des Lebensschutzes.

Kategorie: Kirchliche Dokumente

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