Forschungsergebnisse: Reproduktives Klonen beim Menschen

Obwohl das reproduktive Klonen in vielen Ländern und gemäss der Erklärung über das Klonen des Menschen von den Vereinten Nationen verboten ist, wird das reproduktive Klonen ibeim Menschen von einigen Reproduktionsmedizinern im Hintergrund versucht. Selbst in anerkannten wissenschaftlichen Fachjournalen werden solche Versuche und Experimente, die ganz klar dem reproduktiven Klonen dienen, publiziert. Es handelt sich, wenn man das so sagen darf, um den Abschaum der Reproduktionsmedizin. Skiandalös ist dabei, dass sich wissenschaftliche Gesellschaften der Reproduktionsmedizin nicht nur in den USA, sondern auch im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz), offenbar nicht verpflichtet fühlen, sich von solchen Experimenten vehement zu distanzieren.

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Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vor kurzem und der Spiegel in der aktuellen Ausgabe berichteten, hat unlängst der österreichische Biologe Karl Illmensee einen Artikel im Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie publiziert, der nicht nur das sogenannte therapeutische Klonen propagiert, sondern auch gescheiterte Versuche für das reproduktive Klonen beschreibt und gutheisst. Diese skandalöse Publikation, welche im offiziellen Organ der namhaftesten Gesellschaften für Reproduktionsmedizin im deutschsprachigen Raum erschienen ist, bringt diese in einen Erklärungsnotstand. Schliesslich beschreibt Illmensee im Abschnitt "Cloning in Reproductive Medicine" wie er und Klonarzt Zavos einen menschlichen Embryo aus Hautzellen klonten und diesen zwecks einer Schwangerschaft in den Uterus einer Frau transferierten.
Laut "Der Spiegel" sollen die Herausgeber im nächsten Editorial erklären, dass «der Artikel Illmensees lediglich zeigen sollte, welche "jämmerlich schlechten Ergebnisse" die Klonforschung bislang hervorgebracht habe – der geklonte Embryo etwa habe nicht lange in der Gebärmutter überlebt. Eine solche Veröffentlichung sei deshalb kein Aufruf zu dieser Art von Forschung, sondern ein "beruhigendes Zeichen für deren Erfolglosigkeit"». Diese Erklärung ist nach Einsichtnahme des Artikels von Illmensee kaum weniger skandalös als der Artikel selber.
Illmensee K. Mammalian Cloning and its Discussion on Applications in Medicine Volltext J Reproduktionsmed Endokrinol 4 (2007) 6-16
Der Volltext dieser Publikation, die einen Versuch, einen menschlich geklonten Embryo in die Gebärmutter einer unfruchbaren Frau zu transferieren, ist über die Webseite www.zavos.org zugänglich. Zavos P.M., Illmensee K. Possible Therapy of Male Infertility by Reproductive Cloning: One Cloned Human 4-Cell Embryo Volltext Archives of Andrology 52 (2006) 243-254
Hier brüstet sich Panayiotis Zavos einen mehrzelligen menschlichen Embryo geklont zu haben. Er sei zunächst für weitere Analysen tiefgefroren und nachher in den Uterus einer Frau transferiert worden. Eine Schwangerschaft wurde dabei zwar gewünscht, aber nicht erreicht. (Volltext via www.zavos.org)
Zavos Panayiotis Human Reproductive Cloning: The Time Is Near Volltext Reprod Biomed Online 6 (2003) 397-398

Robert G. Edwards ist Herausgeber des Fachjournals "Reproduvtive Biomedicine Online". 1978 erreichte er mit Hilfe von ethisch verwerflichsten Experimenten, wie der Versuch menschliche Eizellen im Eileiter von Tieren mit menschlichen Samenzellen befruchten zu lassen, die Geburt des ersten Retortenbabys Louise Brown. Robert G. Edwards feiert in seinem Editorial den Versuch von Zavos einen menschlichen Embryo zu reproduktiven Zwecken zu klonen als Erfolg, der das reproduktive Klonen des Menschen einen Schritt weitergebracht habe!

Edwards Robert G., Human Reproductive Cloning a Step Nearer Abstract Reprod Biomed Online 6 (2003) 399-400
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