Forschungsergebnisse mit embryonalen Stammzellen

Die Forschung mit embryonalen Stammzellen befindet sich immer noch im Grundlagenstadium. Embryonale Stammzellen haben die Neigung, Tumore zu bilden und sich unkontrolliert in verschiedene Zelltypen zu differenzieren. Die lange Kulturzeit kann sich negativ auf die Eigenschaften der embryonalen Stammzellen auswirken. Die embryonalen Stammzellen und die aus ihnen differenzierten Zellen erzeugen nach der Transplantation in der Regel Abstossungsreaktionen. Diese Probleme haben die Forscher immer noch nicht im Griff. Sogar bei embryonalen Stammzellen aus geklonten Embryos wurde beim Versuch mit Màusen entgegen der Erwartung festgestellt, dass der Organismus die transplantierten Zellen nicht akzeptierte. Zudem ist diese Technik aus ethischen Gründen abzulehnen, da für die Gewinnung embryonaler Stammzelllinien menschliche Embryos getötet werden müssen.
Sehen Sie, was adulte Stammzellen in Bezug auf therapeutische Anwedungen beim Menschen heute schon leisten!

The Research with embryonic stem cells is still in the basic stage. Embryonic stem cells have the property to form tumors and to differentiate into different cell types out of control. Normally the organism doesn't accepts embryonic stem cells and its differentiated cells. The research hasn't solved this problems. Even with embryonic stem cells from cloned embryos from the mouse the organism didn't accept the cells as expected. Each embryonic stem cell line has causes the dead of many human embryos. From the ethic point of view this reserch field is ethical not acceptable.
See what adult stem cells already are able in therapeutic human treatments!

 

Bemerkung
Erstautor
Titel
Volltext
Jahrgang/Zeitschrift
e1644. doi/10.1371/journal.pone.0001644 Daadi M.M., Maag A.-L., Steinberg G.K. Adherent Self-Renewable Human Embryonic Stem Cell-Derived Neural Stem Cell Line: Functional Engraftment in Experimental Stroke Model Volltext PLoS One 3 (2008) e1644

Viel versprochen - nichts gehalten. Das war eine zunächst Aufsehen erregende Publikation, allerdings stellt sich dann heraus, dass nicht einer der Embryos, von denen einzelne Blastomere entnommen wurde, überhaupt überlebte. Also: Eine ethisch akzeptable Stammzellengewinnung aus Embryos gibt es nicht.
Siehe auch den Kommentar auf dieser Webseite: Grosse Klappe, nix dahinter: Der angebliche Durchbruch in der Forschung mit embryonalen Stammzellen existiert nicht!

Klimanskaya I., Chung Y., Becker S., Lu S.-J., Lanza R. Human Embryonic Stem Cell Lines Derived from Single Blastomeres Abstract Nature 444, 23. Nov. (2006) 481-485
Tierversuch mit Ratten. Aus menschlichen embryonalen Stammzellen wurden Nervenzell gezüchtet, die Dopamin produzieren. An eine klinische Anwendung ist nicht zu denken, denn die Autoren schreiben S. 126: "Yet these findings also suggest the need for caution in this approach, given the phenotypic instability and potential for undifferentiated donor cell expansion that we observed, often in many of the same rats that exhibited neurological improvement after dopaminergic engraftment." Roy N.S., Cleren C., Singh S.K., Yang L., Beal M.F., Goldman S.A. Functional Engraftment of Human ES Cell–derived Dopaminergic Neurons Enriched by Coculture With Telomerase-immortalized Midbrain Astrocytes Abstract Nat Med 12 (2006) 1259-1268

Die aus embryonalen Stammzellen erzeugten Endothelzellen dienten als Quelle für die in-vitro Erzeugung von Blutgefässen. Allerdings zerfallen die gewonnenen Strukturen nach 14 Tagen wieder in einzelne Zellen.

McCloskey K.E., Gilroy M.E., Nefrem R.M. Use of Embryonic Stem Cell-Derived Endothelial Cells as a Cell Source to Generate Vessel Structures in Vitro Abstract Tissue Eng 11 (2005) 497-505
Klonexperiment mit Mäusen. Als Ausgangspunkt verwendeten die Forscher Schwanzzellen von Mäusen, die unter einem schweren Immundefekt litten. Sie transferierten die Zellkerne in entkernte Mauseizellen und ließen die rekonstruierten Embryonen bis ins Blastozyststadium entwickeln. Bei den daraus gewonnenen Stammzellen behoben sie den Gendefekt, der für die Immunkrankheit verantwortlich war. In der Zellkultur wurden diese genetisch veränderten Stammzellen dazu gebracht, in Blutzellen zu differenzieren und in jene Mäuse, von denen die Ausgangszellen stammten, wieder zurücktrans­plantiert. Nach der Theorie hätte der Organismus der Mäuse diese Zellen anneh­men müssen. Es ergab sich aber völlig unerwartet, dass er die neuen Zellen nicht akzeptierte. (S. 24: "Our results raise the provocative possibility that even genetically matched cells derived by therapeutic cloning may still face barriers to effective transplantation for some disorders.")

Erst als die Tiere so behandelt wurden, dass diese Abstoßung blockiert wurde, akzeptierte ihr Körper die veränderten Zellen, welche aber nur in einem geringen Mass die gewünschte Funktion ausübten. Von Heilung konnte keine Rede sein.
Ironie des Schicksals ist die Tatsache, dass die Forscher ausgerechnet in jenem Experiment den größten Erfolg verzeichnen konnten, das mit einer autologen Transplantation mit adulten Stammzellen vergleichbar ist. Mit Hilfe der genetisch reparierten embryonalen Stammzellen erzeugten sie Mausembryonen, die danach in Leihmuttertiere transferiert wurden. Dem Nachwuchs wurden aus dem peripheren Blut oder dem Knochenmark adulte Stammzellen entnommen und in die Mäuse mit dem Immundefekt injiziert. Das führte ohne weitere Eingriffe zu einer weitgehenden Heilung – das im Gegensatz zur direkten Transplantation der genetisch veränderten Blutstammzellen in die kranken Tiere!

 

Rideout W.M. III., Hochedlinger K., Kyba M., Daley G.Q., Jaenisch R. Correction of a Genetic Defect by Nuclear Transplantation and Combined Cell and Gene Therapy Volltext Cell 109 (2002) 17-27
Klonexperiment bei Tieren. Die hier angewandte Methode ist auf den Menschen überhaupt nicht anwendbar. Denn dazu müssten geklonte Embryonen in eine Leihmutter übertragen werden, dann der Fötus abgetrieben und sein Gewebe zur Transplantation verwendet werden. Selbst die skrupellosesten Klonforscher dürften davor zurückschrecken. Lanza R.P., Chung H.Y., Yoo J.J., Wettsein P.J., Blackwell C., Borson N., Hofmeister E., Schuch G., Soker S., Moraes C.T., West M.D., Atala A. Generation of Histocompatible Tissues Using Nuclear Transplantation Abstract Nat Biotechnol 20 (2002) 689-696

Publikation über die erste erzeugte menschliche embryonale Stammzelllinie.

Thomson J.A., Itskovitz J., Shapiro S.S., Waknitz M.A., Swiergiel J.J., Marshall V.S., Jones J.M., Embryonic Stem Cell Lines Derived from Human Blastocysts Abstract Science 282 (1998) 1145-1147
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